Bastelsubwoofer aus kleinen Chassis - Tobi der Arraybastler ist gefragt (?!)

  • Hallo zusammen,


    aktuell bin ich auf der Suche nach einem Subwooferkonzept.


    Der Raum ist mit 5,30 x 4,65 Metern nicht allzu groß/klein. Etwa 40 cm aus einer Ecke raus befindet sich der Anschluss an den Flur. Dort ist keine (!) Tür vorhanden und es schließt der Flur mir einer Länge von etwa 7 Metern an.


    Ich hatte mal mit zwei vorhandenen Kicker Solobaric 15L5 einen Versuchsaufbau als Dipol dastehen. Allerdings ist das nicht "zu gebrauchen", weil eine elektrische Zuleitung mitten im Raum schlicht unmöglich ist.


    Eine Anforderung wäre also die Möglichkeit zur wandnahen Aufstellung und idealerweise impulskompensierter Aufbau. Zwei halbwegs kompakte Säulen mit Grundfläche von etwa 30 x 40 cm wären ebenfalls möglich.


    Was mir da eingefallen war, ist ein Array aus kleinen Chassis. So könnten einige 165mm Chassis verwendet werden, die bspw. in GHP-Gehäusen eingebaut sind.


    Hat da jemand Ideen oder weiterführendes Material/Links?


    Danke vorab für alle Antworten.


    Gruß, Seb

  • Hi Seb,


    die ganze Linearray-Geschichte wird erst bei höheren Frequenzen interessant, im Bass ist es ja ohne weiteres gegeben dass die Membranzentren näher als einen Bruchteil der Wellenlänge aneinander sind. Da verhält sich dann as Array wie eine einzige Membran.


    Ich würde vielleicht schauen dass durch eine BR-Öffnung keine ungünstigen asymmetrischen Druckverhältnisse entstehen, aber sonst dürfte das alles kein Problem sein :)


    Wenn du viele Chassis willst würde ich aber vielleicht auch gleich überlegen sie aufzuteilen und in den Raumecken zu verteilen, um die Modenanregung zu umgehen.


    Grüße, Tobi

  • Hallo Tobi,


    vielen Dank für deine Antwort.


    Das Thema Raummoden ist genau das, was mich auf die Idee brachte - und die Kombinationsmöglichkeit von kleinen Chassis mit Erhöhung der bewegten Masse (lt. letzter hobbyhifi klanglich unkritisch).


    Ich hab jetzt ein Gehäuse mit zwei Kicker S15L5 (38er Quadratwoofer) stehen, bei denen ich versucht habe, verschiedene Konzepte umzusetzen.
    Das ist einerseits eine Isobarikkiste (geringerer Volumenbedarf), GHP (geschlossener passiver Hochpass) zur weiteren Volumenreduzierung sowie Impulskompensation (bei isobarik eher nicht möglich).


    Alles in allem ist es aber ein Monopol, der in der Ecke steht, wobei das Zimmer jedoch direkt an dieser Stelle die Tür hat - allerdings ist der Raum offen, keine Tür vorhanden.
    Die Anregung des Raums ist deutlich wahrzunehmen, wenngleich weniger schlimm als ich erwartet hatte.


    Die Idee war nun, das etwas einzugrenzen, indem in den Ecken recht kompakte Gehäuse aufgestellt werden, die mit kleinen Chassis bestückt sind. Somit besteht wieder die Möglichkeit der Impulskompensation, aber eben auch einer besseren Verteilung der Schallquellen im Raum.


    Die benötigte Leistung im Wohnraum und in gemieteter Wohnung eines Mehrparteienhauses, ist ja dann eher gering. Selbst wenn also das Konzept im Bass etwas mehr Leistung benötigt, ist das immer noch im Rahmen. ;)


    Hast du da vielleicht noch eine Idee?


    Wie gesagt, die Zielrichtung ist eine geringe Anregung des Raums bei kompakten Maßen.


    Gruß, Seb

  • Nein, Idee hab ich leider keine konkrete.


    Ich sehe aber auch nichts was gegen deinen Plan spräche, wenn sich für Bass/GHP passende 16er zu einem guten Preis finden lassen. Wobei viele kleine Lautsprecher passenderweise ohnehin auch mit kleinem Volumen zurechtkommen, z.B. die kleinen TangBand - Woofer fühlen sich in recht kleinen Gehäuse sehr wohl.
    Vier oder sogar acht Bässe in einem Raum würde ich auch jeden Fall einmal ausprobieren.


    Grüße