Alpine CDA117 Ri - Frage zur Vorverstärkung

  • Hallo Leute,


    da ich ja jetzt glücklicher Besitzer eines CDA-117 Ri von Alpine bin drängt sich mir jetzt noch eine Detailfrage auf, bei der Ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt.
    Es geht um die Vorspannung, die das Gerät auf die Chinch-Ausgänge für die Verstärker mitgibt.


    Es werden 4 bzw. manchmal auch 4,1V angegeben. Darauf habe ich meine beiden Verstärker im Kofferraum dann eingestellt.
    Jetzt habe ich den (subjektiven, nicht gemessenen) Eindruck, dass die effektive Lautstärke nicht mehr so "laut" ist wie vorher, als mein JVC die Verstärker mit 2,5V angesteuert hat.


    Hab ich was falsch gemacht? Klanglich ist das ganze astrein.


    Vielen Dank schon mal.


    Beste Grüße,


    ~Chris

  • Hm, verdammt, dafür hab ich hald auch so gar ned die Ausrüstung. Vorher wars auf jeden Fall genau auf die 2,5V der Vorverstärkerspannung eingestellt, deshalb dachte ich auch, es wäre wohl das intelligenteste es auch wieder auf die neuen 4V einzustellen um nichts zu ruinieren.


    Hm. Jetzt muss ich wohl doch wieder zu meinem Audiomenschen.

  • Nö, musst du nicht.


    Du stellst das so ein, dass die Abstimmung der Lautsprecher untereinander passt und andererseits die Lautstärkeskala am Radio in dem Bereich verstellt werden kann, den du haben willst.
    Bei mir ists bspw. schon bei 15 von 35 gut laut bei den meisten CDs ... Ich mag halt lieber weniger Schritte an der Skala drehen. ;)


    Gruß, Seb

  • Ich stelle nur langsam fest, dass meine Originallautsprecher im Heck wirklich nur einen Bruchteil der Leistungsfähigkeit meiner Helix in der Front haben...


    Das mit dem Input stimmt bei mir also in jedem Fall auch noch nicht wirklich, da die Lautstärke die "raus kommt" einfach viel niedriger ist als vorher. Werde da wohl etwas experimentieren müssen, will nur nix kaputt machen mit einer zu hohen Eingangsspannung oder sonst was.


    Eine Frage noch:
    Was kann ich gegen das "Klirren" mancher CD's bzw. MP3's machen? In den meisten Fällen kriegt mein neues Radio das ja echt prächtig hin, aber manchmal kratzen mir die Höhen richtig die Ohren raus... ich zweifle dann immer an der Qualität meiner Anlage, aber bei anderen CDs/MP3s ist dann wieder alles bestens, egal ob hohe Bitrate oder nicht.


    Gibts da einen Trick?


    Gruß


    ~Chris

  • Mp3Gain, Freeware. Hilft aber auch nur bei Mp3s die zu laut sind und daher ins Clipping gehn. Also so ziemlich alle, die ich bisher in den Fingern hatte.


    Wenns aber auch bei unkomprimierter Quelle auftritt, liegts auch gern mal am Material selbst. So einige Rockbands zB zaubern grausige Aufnahmen, die keine gute Anlage mehr wiedergeben kann, ohne komische Töne zu reproduzieren.


    Einpegeln:
    Gain komplett zu, an allen Stufen. Front an, Sub aus. Weichen zuvor grob einstellen, so dass die LS auch das bekommen was sie später verkraften sollen.


    Radio auf kleine Lautstärke drehen, mittelmäßig lautes, sauberes Material einlegen und starten, bevorzugte Einstellung für Maximalpegel am Radio einstellen (Bei mir zB auf ca 30 von 35 Alpine-Steps). Wenns dann noch nicht komisch wird, Gain der Frontstufe langsam aufdrehen, bis es verzerrt - und direkt ne Idee zurück. Radio wieder leiser stellen, Lautstärke prüfen mit ein paar Quellmaterialien mit o.g. Eigenschaften. Wenns passt, Woofer an und passend zur Front einpegeln. Auch hier ruhig mittlere Wooferpegel einstellen am Radio.


    Ich selbst lasse eben gern etwas Luft nach oben und unten, damit ich a)den Woofer situations-(Laune) oder materialbedingt noch etwas aufdrehen oder absenken kann, und im Gesamtpegel halt, damit ich ne leisere Aufnahme noch etwas lauter drehen kann wenn gewünscht.

  • Danke für die Ausführliche Anleitung ;) Werde mir das Programm mal zu Gemüte führen.
    (Hört sich gut an, aber entfernt das Programm eigentlich auch das Clipping?)



    Hab das mit dem Einpegeln nur noch nie gemacht, muss mal gucken was ich da alles für Stellrädchen an meinen Endstufen habe ;)

  • Bin gerade drüber meine ganze Datenbank mal einzupegeln. Is ja krass, teilweise gehen die MP3s über 102db, is ja an sich klar, dass das nicht gut gehen kann.


    Was ich bei MP3Gain nur festgestellt habe ist, dass bei manchen Daten Clipping angezeigt wird und zudem eine notwenige Anpassung (z.B. -6DB) angezeigt wird, das Programm überspringt die Dateien aber.
    Spannend. Das soll wieder jemand verstehen ;)

  • So. Ich muss mich kurz auskotzen.
    Ich habe mein Anlage über die Jahre hinweg immer weiter verfeinert: Zuerst der Sub, dann das neue Frontsystem, und jetzt der Hochauflösende Radio mit vielen Technischen Spielereien.


    Prinzipiell sollte also alles besser geworden sein, oder?
    Ich habe eben wieder einige Zeit im Auto verbracht und musste feststellen, dass einige Lieder, die ich früher gehört habe, auf der neuen Anlage einfach kaum mehr zu ertragen sind - trotz hoher Bitrate der MP3s (290-300+).


    Ohne die "Media Expander"-Funktion von Alpine könnte ich mir manchmal die Ohren rauskratzen.
    Das "Normalisieren" incl. Clippingkorrektur der Dateien war bei den Meisten MP3s gut, bei einigen ist es aber so grauenvoll wie vorher oder - rein subjektiv - sogar noch fast schlimmer.


    Sind die CD-Produzenten einfach zu doof, die Lieder richtig auf die Scheibe zu kriegen? Da sind wirklich teilweise Internetdownloads besser. Hmpf. Frustration!


    Ich frage mich auch, ob es wirklich sinnvoll ist, noch einen Imprint-Prozessor nachzurüsten. Damit würde ja alles noch etwas hochauflösender, und würde alles wohl nur NOCH schlimmer machen.


    Das nächste Ding, über das ich mich ärgern könnte, ist die Equalizereinstellung an meinem Alpine.
    Nehme ich die hohen Frequenzen runter, um das "krächzen" mancher Lieder zu unterdrücken, so klingt das nächste wieder total dumpf und unförmig. Ich glaube, die "Preset"-Speicherfunktion hat vielmehr den Sinn, als dass für jeden Liedertyp eine eigene Einstellung speichern kann - bzw. muss. :huh:


    (Zudem habe ich festgestellt, dass die bisherige Pegeleinstellung total daneben ist, weil das Original-Hecksystem total überlastet, was mir bisher nicht mal aufgefallen ist - hab aber ja noch nicht "neu eingepegelt", weshalb das erst mal zu vernachlässigen ist).


    In diesem Sinne... ;)


    ~Frustrierter Chris

  • Die Erfahrung habe ich auch gemacht, sicherlich auch viele andere. Je besser die Wiedergabekette, desto eher fallen schlechte Aufnahmen auf. Irgendwann hört man nur mehr Klassik und Stockfisch-Records ;)


    Woran liegts?


    Loudness War -> je lauter etwas vernommen wird, desto besser prägt es sich ein, desto schöner wird es empfunden. Soweit die Theorie. Die Praxis sagt: kein Dynamikumfang mehr vorhanden, Musik dudelig oder übersteuert klingend.


    Aufnahme bzw Mastering: Es wird fröhlich am EQ gedreht, damit es sich selbst auf miserabelsten Lautsprechern saftig anhört. herzlichen Glückwunsch - auf neutral oder halt gut klingenden Anlagen klingts nun zu deutsch: "scheiße".


    Metallica kann ich zB bei mir gar nicht ab, klirrendes, wirres Geschrammel. Miese Aufnahmen/Abmischungen halt, zumindest größtenteils. Dire Straits gehen dafür umso besser.


    Wenn du viele verschiedene Musikrichtungen hörst (oder Aufnahmequalitäten), musst du wohl oder übel ein wenig Kompromisse eingehen. Die Alpine HUs klingen eh oft im ersten Moment recht schrill, weil sie eben sehr linear spielen und so gut wie nichts unterschlagen - aber halt dadurch auch nichts beschönigen, so meine ich. Wenn man sich mal dran gewöhnt hat, mag mans anders kaum noch ;) Auch sehr sehr wichtig ist, vor einer Klangbeurteilung erstmal sauber einzupegeln und die Ankopplung Front/Sub sauber einzustellen. Viele vermeintlich quietschige Klangeindrücke kommen auch von vermurkster Subanbindung, weil der Grundton und Bass sich nicht sauber darstellen bzw. schlimmstenfalls total ausgelöscht werden, wenn ungünstige Frequenzen im Übergangsbereich gefordert werden.
    Die hässlichen MX und Co würde ich aber weglassen, das vermurkst objektiv gesehn auch brauchbare MP3, imho.


    Wenn du mit dem eingebauten EQ der Kiste nicht froh wirst, kommst du um den PXA wohl nicht herum, da kannst du dann einmessen und parametrisch equalizen. Auch die Laufzeitkorrektur ist nicht zu verachten, ich könnte nicht mehr ohne.


    Edit:
    Sauberes, mittelmäßig lautes Material, originale Tonträger oder deren direkte Kopien vorausgesetzt, Beispiel:



    [video]

    [/video]


    Vorteile zum EInpegeln/Testhören:


    -Großer Dynamikumfang, insbesondere im Intro, kraftvoller Sound, soweit alles drin was Dynamik und auch Mittel- und Hochtonbereich betrifft. Wenn bei dem Lied was zischt oder nervt, kann man da getrost gezielt absenken, denn auf einer neutralen Anlage nervt da nix.


    -saubere Aufnahme, neutrale Abmischung


    -Coole Mucke :D


    EDIT2:


    Klemm mal das Hecksystem ab, klingt sicherlich besser ;)

  • Aloah,


    der 117RI hat aber schon einen parametrischen Equalizer mit drin, genau so wie die manuelle Laufzeitkorrektur.
    Einige meiner Lieblingsbands, z.B. Subway to Sally, haben mittlerweile einfach nur noch eine unterirdische Audioqualität - und das stell ich hald dann fest, als ich mal wieder 'n paar hundert Euronen rein gesteckt habe ;)


    *edit*


    Ich sag Euch Leute, es wird kalt o.o
    War jetzt bei 6,5° draußen im Auto, hab jetzt denke ich eine Vernünftige EQ-Einstellung gefunden, MX ausgeschalten und alles ein bisschen eingestimmt. Musste den Fader noch viel weiter auf das Frontsystem legen, klingt jetzt schon wieder wesentlich besser.


    AAaaaaaachtung Anfängerfrage:
    Du hast beim Einpegeln von "Gain" Gesprochen. Ist das das "Input Level"?


    Hab bei mir folgende Einstellmöglichkeiten:

  • Ich bekämpfe schlechte Musik immer mit besserer, statt künstlich was aufzupeppen ;)


    Edit!


    Input Level wäre dann an deiner Stufe der entsprechende Regler, ja.


    Stell mal an der Stufe den Schalter auf "Full" und dann am Radio den High pass auf einen Wert gleich oder oberhalb des Subs. Nutze ruhig das Potential deiner HU! Kann das 117 schon verschiedene Flankensteilheiten? Dann versuch mal ab 12dB aufwärts alles durch, sowohl für den Sub als auch die Front, und zwar mit ein paar verschiedenen Trennfrequenzen. In der Ankopplung der Front steckt mit das meiste Potential im Bassbereich.

  • Versuch mal durch:


    50/50
    50/60
    50/80


    60/60
    60/80


    Wo der Bass am besten klingt, liegst du am ehesten richtig. Für die Laufzeiteinstellung mal Balance ganz nach rechts schieben und den rechten Tmt bzw eben die rechte Seite so lange verzögern, bis der Sub sauber nach vorn gewandert ist. Wenn das nicht klappt, mit anderer Trennung versuchen. Dann die Balance zurück und ggfls noch ein wenig nachregeln.

  • *Post korrigiert hab*


    Also, HPF an der HU für das Frontsystem etwas höher oder gleich dem hpf am sub-verstärker machen. Richtig verstanden? (Sorry, ich muss nachfragen, weil ichs sonst wirklich ned kapier ;))


    Solltest Du den LPF meinen, den kann ich nur manuell am jeweiligen Verstärker einstellen.

  • Ne, den HPF für die Front am Radio einstellen und am Verstärker auf Fullrange schalten, für den Sub dann den LPF aktiviert lassen und kleiner/gleich der Trennfrequenz für die Front einstellen. Vorgehen ähnlich der Methode die ich für die (einfachere/genauere) Einstellung komplett am Radio beschrieben hatte :)


    Du kannst nen PXA gebrauchen, der würde also doch noch die Möglichkeiten stark erweitern und sogar die EInstellung vereinfachen.