Subwoofer Aufbau mit Plexiglas und Beleuchtung

  • Zuerst sollte man sich die Subwooferdaten besorgen.
    Dann hat man im Normalfall 2 Möglichkeiten, entweder entwirft man die Subwooferkiste nach Anleitung der Hersteller, wobei nur das Volumen relevant ist und alle Formen gebaut werden können oder man gibt die Lautsprecherdaten in ein Boxenberechnungsprogramm ein und entwirft ein eigenes Subwoofergehäuse.
    Im Normalfall sind die Bauvorschläge der Hersteller eine gute Mischung aus Klang und Druckgehäuse.



    Subwoofergröße und die Größe der Anbauteile sollten gemessen werden und bei der Konstruktion des Gehäuses beachtet werden.
    Hinter dem Subwoofer und Bassreflexrohr sollten noch mindestens 5 bis 10 cm bis zur nächsten Wand sein.
    Bei zu wenig Platz hinter dem Subwoofer läuft man Gefahr dass die Kühlung durch eine Polkernbohrung nicht richtig funktioniert und so der Subwoofer zu heiß wird.
    Bei zu wenig Platz hinter dem Bassreflexrohr entstehen unschöne Strömungsgeräusche, welche den Sound stören werden.





    Das Anschlussterminal sollte relativ massiv ausgelegt sein, da diese ganz billigen Anschlussterminals gerne Störgeräusche erzeugen. Außerdem muss eine saubere Stromversogung des Lautsprechers realisiert werden können.
    Das Bassreflexrohr sollte auf beiden Seiten gerundet sein, da es ansonsten ebenfalls Strömungsgeräusche geben wird.




    Nun werden die Grundrisse auf einer genügend starken Holzplatte aufgezeichnet.
    Als Holz würde ich Euch MDF empfehlen, da dies erstens in der Preis / Leistung sehr gut ist und sich zweitens super einfach verarbeiten lässt.
    Einfaches Sperrholz geht zwar auch, ist aber im Klang und in der Verarbeitung nicht so gut wie das MDF.
    Als Holzstärke würde ich Euch 19mm aufwärts an´s Herz legen. Große Kisten sollten innen noch zusätzlich verstrebt werden.



    Die Holzbearbeitung geht am einfachsten mit einer Stichsäge. Wer etwas Wert auf runde Kanten oder Ecken legt, sollte diese mit einer Oberfräse realisieren.




    Die Holzbearbeitung geht am einfachsten mit einer Stichsäge. Wer etwas Wert auf runde Kanten oder Ecken legt, sollte diese mit einer Oberfräse realisieren.



    Die Grundform der Kiste ist nun fertig gestellt.




    Hier wird die Öffnung für den Lautsprecher gefräst, die Kanten werden danach gerundet.



    Fenter für das Plexiglas werden angezeichnet.



    Ausschnitte werden mit der Oberfräse ausgefräst.



    Die fertigen Ausschnitte der Box.



    Hier wird das Plexiglas grob zu geschnitten Das Plexiglas sollte möglichst dick sein und die Ausschnitte nicht so groß, denn so schön wie die Scheiben auch sind, sind sie auch der Schwachpunkt an einer Kiste.



    Die runden Ecken der Aussschnitte mit Hilfe des Bandschleifers realisiert



    ...und danach die Löcher für die Schrauben gebohrt und die Senkungen angebracht, damit die Schraubenköpfe im Plexiglas verschwinden. Der Abstand der Löcher sollte möglichst klein gewählt werden, damit die Scheibe später möglichst stabil ist.



    Das Plexiglas sitzt perfekt in den Öffnungen.



    Damit die spätere UV, bzw, blaue Beleuchtung besser zur Geltung kommt, wird hier das Kisteninnere mit weisser Farbe lackiert.





    Hier wird der Subwoofer nun zusammen gebaut. Hier würde ich empfehlen die Kiste primär zu kleben und den Anpressdruck mit Schrauben oder Zwingen erhöhen. Ein paar Schrauben mehr schaden hier auch nicht! ;) Ist die Kiste fertig zusammen geschraubt besprüht man diese am einfachsten mit Sprühkleber und kann danach mit einem beliebigen Stoff überzogen werden. Eine Lackierung wäre natürlich auch möglich, jedoch sollten dann die versenkten Schrauben zuerst verspachtelt werden um eine cleane Optik zu erhalten.



    Hier wird der Stoff auf der Kiste angebracht. Entstehende Schnittkanten sollten wenn möglich auf die Standfläche gelegt werden. Andere Schnittkanten können bei einem groben Stoff leicht mit einer Bürste verbunden werden. Es entsteht eine geschlossene Optik. Bei einem Stoff der sich nicht verbürsten lässt, können Zieleisten für eine gute Optik sorgen.





    So sieht eine Seite der fertigen Kiste aus.



    Hier kann man die Anschlüsse der Minileuchtstoffröhren sehen, welche später noch verblendet werden. Die Kabel für diese Röhren wurden in kleine Fräsnuten versenkt, welche später wieder verspachtelt worden sind. So sind im inneren der Kiste nur die Röhren zu sehen welche jedoch auch so moniert worden sind, damit man sie auf den ersten Blick gar nicht sehen kann.



    Hier ein paar Fotos der fertigen beleuchteten Kiste







    Vielen Dank an Roland Fritsch für die Unterstützung bei diesem Projekt!