Biografie

  • Fall out of boy


    Fall Out Boy, Fall Out Boy, ...? Ach ja, genau – die Simpsons! Einem eingefleischten Matt Groening-Fan wie mir ist dieser Name natürlich nicht neu. Schließlich handelt es sich hierbei um den gewieften Assistenten des Radio Active Man, dem Lieblings-Comic-Helden meines kleinen gelben Freunds Bart. Der Name "Fall Out Boy" dürfte aber auch jungen, Zahnspange-tragenden, Emo-begeisterten high school girls bekannt sein, die sind nämlich das typische Zielpublikum der gleichnamigen amerikanischen Pop-Punk-Band um Frontmann Patrick Stump.


    Auch wenn ich meine Affinität zur Kult-Comic-Serie gern weiter ausführen würde, hier ist leider kein Platz dafür – also zurück zu den Ami-Musikern, deren Songs verdächtig an Collegerock Marke Blink 182 erinnern und Parallelen zu Creed, My Chemical Romance oder Panic! At The Disco entdecken lassen. Ihren Namen haben diese übrigens gar nicht selbst ausgesucht. Anstatt die eigenen grauen Zellen anzustrengen, überlassen sie die Wahl lieber ihren Fans. Und das kommt dann eben dabei raus, wenn man Simpsons-Gucker mit Emo-Punk-Pop beschallt ...


    Gitarrist Joe Trohman und Bassist Pete Wentz wachsen zusammen auf, entdecken die lokale Hardcoreszene und gründen eigene Bands. So lernt Wentz auch Schlagzeuger Andy Hurley kennen. Als die jeweiligen Bandprojekte jedoch im Sand verlaufen, beschließen die drei einen Neuanfang und rufen die ihre Band ohne Namen ins Leben. 2001 in einem kleinen Chicagoer Vorort namens Wilmette gegründet, erhält das Trio schnell weiteren Zuwachs – Patrick Stump beeindruckt die Jungs mit seiner melodischen, dennoch kantigen Stimme und übernimmt fortan den Gesangspart. Anfangs sind die vier noch etwas unmotiviert: "We just wanted to do something different with no intention of it ever becoming anything", so Wentz. "We didn't even have a name until after our second show, when we played some college and asked the crowd what we should be called and someone screamed out 'Fall Out Boy.'"


    Komplett besetzt und nun auch mit eigenem Bandnamen versehen, machen sich die Chicagoer Jungs ans Werk und nehmen ihr erstes Drei-Song-Demo auf. Dieses schicken sie an jedes Musiklabel, das ihnen einfällt, und stoßen so auch auf Resonanz. Am 25. Februar 2003 folgt das erste Album "Fall Out Boy's Evening Out with Your Girlfriend" (Uprising Records), erntet allerdings wenig Zuspruch.


    Kurz darauf unterschreiben sie bei Fueled By Ramen, die später auch Panic! At The Disco unter Vertrag nehmen. Im Mai veröffentlichen sie "Take This To Your Grave" mit dem sie erste Erfolge verbuchen. "Grand Theft Autumn (Where Is Your Boy?)" und "Saturday" werden auf den amerikanischen Fernsehsendern "Fuse" und "mtvU" rauf und runter gespielt, das Album erlangt Goldstatus – der Eintritt ins Mainstream-Musikgeschäft ist somit geglückt. Kurze Zeit später wechseln sie erneut ihr Label und unterzeichnen bei Island Records (The Bravery, Keane, The Killers).


    2005 macht Bassist Wentz mit einer Überdosis Arzneimittel Schlagzeilen, erholt sich jedoch wieder und bestreitet, dass es sich um einen Selbstmordversuch handelte. In dem Song "7 Minutes in Heaven (Atavan Halen)", enthalten auf der Folge-CD "From Under The Cork Tree", verarbeitet er diese Drogenerfahrung anschließend. Im Mai des Jahres releasen Fall Out Boy dieses dritte Album und landen damit abermals einen Kassenschlager.


    In den USA verkauft sich "From Under The Cork Tree" bereits in der ersten Woche 70.000 mal und heimst schließlich Doppel-Platin ein. Die Tracks "Sugar, We're Goin Down" und "Dance, Dance" werden Charterfolge. Es folgt eine ausgedehnte Tour, quer durch Amerika. Auch in England werden die Musiker gefeiert und spielen in ausverkauften Hallen. Sie treten mit Top Acts wie Blink 182, Panic! At The Disco, Less Than Jake, Yellowcard oder Taking Back Sunday auf und erweitern so ihre Fanbase.


    Im Mai 2006 tauchen Nacktfotos von Wentz im Internet auf, die der Band weiteres mediales Interesse sichern. Im gleichen Jahr werden Fall Out Boy als "Best New Artist" für den Grammy nominiert und gewinnen einen MTV Video Music Award in der Kategorie "Viewers Choice".


    Das vierte Studioalbum "Infinity On High" erscheint im März 2007. Dabei erhalten sie prominente Unterstützung von Rapper Jay-Z, der das Intro beisteuert. Die Single " This Ain't A Scene, It's An Arms Race" feiert einen grandiosen Einstieg auf Platz 2 der US-Billboardcharts und sorgt dafür, dass das Album schon nach wenigen Wochen Platinstatus erreicht.